Syrien nach Todeszahlen

Es gibt viele Geschichten hinter der täglichen Zahl der Todesopfer, und nur wenige werden erzählt. Die Katastrophe des Landes wird von alleine nicht aufhören.

Nun gehen sie jeden Tag ein, die Todeszahlen aus Syrien, beständig und schmerzvoll: 141, 201, 152, 81 (das war ein Glückstag). Vergangenen Samstag wurden 566 Leichen gefunden, davon allein 483 in Damaskus und in den Vororten, berichtet das Local Coordination Committee of Syria, ein Netzwerk von oppositionellen Aktivistengruppen. Dreiundzwanzig Leichen wurden in Aleppo, 21 in Idlib, 15 in Homs, 12 in Dara, sieben in Deir Ezzor, fünf in Hama gefunden. View full post…

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Alte Kriege in einem neuen Nahen Osten

Audiatur-Online

Zum ersten Mal seit dem Golfkrieg 1990/91 waren vergangenes Wochenende Sirenen in Jerusalem und Tel Aviv zu hören gewesen. Nachrichtensender zeigten Szenen von verwirrten Bewohnern, die rennend nach Bunkern suchten und dabei Anweisungen aufnahmen, wie sie sich beim Ertönen der Sirenen zu verhalten haben. Glücklicherweise passen sich die Menschen hier schnell an.

Längst abgehärtete Bewohner aus dem Süden versicherten ihren Freunden und Familien in Jerusalem, Tel Aviv und Rishon LeZion: „Ihr habt mehr als eine Minute, bevor die Rakete einschlägt“, sagten sie, „ hier unten haben wir nur 15 Sekunden!“. View full post…

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Abbas hat Recht – Bildung kann aufhetzen

Audiatur, translation from English

Mahmud Abbas hat Recht – Bildung kann aufhetzen. In diesem Fall sollte er einen genaueren Blick darauf werfen, was palästinensische Kinder in ihren Klassenräumen lernen.

In seiner jüngsten Rede vor der UN verwies Mahmud Abbas auf den aufhetzenden Charakter israelischer Schulbücher, die die neuste Welle von Gewalt israelischer Siedler gegen palästinensische Bürger förderten. View full post…

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Bücher, Aufhetzung und Berichte zur Aufhetzung

 

von Nir Boms und Yael Teff-Seker

Palästinensische Schüler in Ost-Jerusalem Foto: © istock/Joel Carillet

Das Thema Aufhetzung war schon immer Quelle hitziger Debatte zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde PA. Israel hat einen „Aufhetzungsindex“ mit dem Ziel erstellt, Veränderungen in der anti-israelischen Rhetorik zu beobachten. Die Palästinenser folgten diesem Beispiel und erstellten ihren eigenen Bericht, dessen zweite Ausgabe in der letzten Woche erschien. Die Untersuchung und Analyse des Themas Aufhetzung, um diese auf beiden Seiten zu reduzieren, ist ein lohnendes Vorhaben, doch eine nähere Betrachtung des Diskurses ist ebenso fällig.

„Israelische Schulbücher fördern Hass“ verkündet der Titel des palästinensischen Berichts, der besagt, dass „es Beweise gibt, dass israelische Schulen rassistische Schulbücher lehren“. Der „Beweis“ wird in Form von vier Beispielen für solche „Aufhetzung“ erbracht. Drei davon sind einem Erdkundebuch über das Land Israel (2002) entnommen, welches bereits seit 2002 von der vom israelischen Bildungsministerium genehmigten Leseliste genommen ist. Die gezeigten Bilder u.a. eines Arabers in traditioneller Kleidung, der ein Kamel an der Leine führt, sind tatsächlich etwas klischeehaft (doch kaum aufhetzend) und waren wahrscheinlich der Grund dafür, warum das Buch von der genehmigten Leseliste gestrichen wurde.

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